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KMU-Forum
Freitag, 13. April, 13 bis 17 Uhr, Expo-Areal Grünfeld, Rapperswil-Jona.
Zu einer festen Institution
des Gewerbes Rapperswil-Jona ist das jährlich
stattfindende KMU-Forum geworden. Diesmal findet es
wieder im Rahmen der Expo statt, und zwar am 13. April
2012 im Messerestaurant.
Verschiedene namhafte Referenten werden der
Zuhörerschaft ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu
einem bestimmten Thema vermitteln und weitergeben.
Reservieren Sie sich also, ob Aussteller oder nicht,
den Freitagnachmittag bereits jetzt in Ihrer Agenda.
Links auf InternetTV-Beiträge vorausgehender KMU-Foren
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Gut, besser, gute Besserung
Manche bezahlen für den Erfolg einen hohen Preis. Das KMU Unternehmerforum Obersee will am Freitag, 13. April, aufzeigen, dass Erfolg nicht auf Kosten von Gesundheit und Privatleben gehen muss. Unter den Referenten ist auch der ehemalige Top-Schiedsrichter Urs Meier. Wir werden von den neuen Kommunikationsmitteln immer häufiger in unserer Konzentration gestört. Zu hohe Ansprüche an uns selbst und das Fehlen von Hierarchien sorgen für weitere Konflikte. Sie nehmen viel Zeit in Anspruch und lenken uns von dem ab, was wichtig ist. Um den bewussten Umgang mit Ressourcen geht es am diesjährigen KMU Unternehmerforum Obersee. Unter dem Titel «Gut, besser, gute Besserung!» vermitteln am 13. April vier Referenten ihr Wissen.
Nebst Urs Meier sind dies der Gesundheitsförderer und Coach Patrick Stäuble, die Unternehmerin Esther Kissling, der Wasser experte Matthias Mend.
Moderiert wird das KMU Unternehmerforum Obersee von Giacinto In-Albon (Radio Zürisee).
Die Event-Agentur DeltaBlue organisiert das Forum im Auftrag des Gewerbes Rapperswil-Jona.
Vom Schiedsrichter zum Berater
Urs Meier referiert am KMU Unternehmerforum Obersee zum Thema «Ressourcen und Druck»
Als Schiedsrichter musste Urs Meier in Sekundenbruchteilen und unter grossem Druck wichtige Entscheidungen fällen. Jetzt besitzt er eine Management- und Beratungsfirma.
«Wenn 60 000 Zuschauer gegen dich
sind, Spieler gegen dich sind und du
dann Entscheidungen in Sekundenbruchteilen
fällen musst, das ist
Druck», sagt Urs Meier. Der ehe -
malige Top-Schiedsrichter hat Strategien
entwickelt, mit solchen Extremsituationen
umzugehen. Diese beschreibt
er in seinem Buch «DU bist
die Entscheidung». Dabei spannt er
den Bogen von der Arbeit des
Schiedsrichters zum privaten und beruflichen
Alltag.

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Zweimal pro Woche Schönes tun
Und wie hält Meier es mit seinen Ressourcen?
Wie schafft er es, mental
und körperlich fit zu bleiben? «An einem
Spiegel bei mir in der Wohnung
hängen Zettel», sagt er. «Darauf stehen
Dinge, die ich sehr gerne mache
und die mir gut tun. Zum Beispiel
Abendessen mit Freunden, Skiausflug
oder einen guten Film anschauen.
Auch wenn ich stark unter Druck
bin, achte ich darauf, dass ich mindestens
zweimal pro Woche Zeit dafür
finde.»
Ende 2007 trat Meier als Schiedsrichter
zurück. Im Laufe seiner Karriere
hatte er 883 Spiele geleitet, darunter
einen Champions-League-Final
und einen WM-Halbfinal. Heute
ist Meier Inhaber der Urs Meier Management
AG. Er berät Firmen und
tritt als Referent sowie als TV-Fussballexperte
auf. Während der kommenden
Fussball-EM wird er auf der
Insel Usedom im ZDF-Studio im Einsatz
sein.
Vom Amt als Chef der Schweizer
Schiedsrichter trat er im Sommer
2011 aus Protest zurück. Meier: «Der
Verband wollte nicht einmal unsere
Minimalforderungen bei der Professionalisierung
erfüllen. Deswegen
haben wir nun unseren Spitzenschiedsrichter
Massimo Busacca verloren.
Weil die FIFA an der WM künftig
nur noch Profi-Schiedsrichter zulassen
wird, werden wohl keine
Schweizer mehr dort pfeifen können.
Das ist ganz schlecht für die Entwicklung
des Schweizer Fussballs.» |
«Jede noch so kleine Entscheidung ist wichtig», sagt Urs Meier.
Foto: Martin Mühlegg |
Provokation weggelächelt
Apropos Druck und Ressourcen: Die dunkelsten Stunden seiner Karriere erlebte Urs Meier nach dem Viertelfinal der Europameisterschaft in Portugal. In der 89. Minute annullierte er (zu Recht) ein Tor des Engländers Sol Campbell. Die englischen Boulevard-
Medien bliesen danach zur Hetzjagd gegen Meier, indem sie seine E-Mail-Adresse und sein Privatleben öffentlich machten. «Es war wirklich die Hölle los», erinnert sich Meier an diese Zeit. «Also reiste ich mit meiner damaligen Partnerin in den Jura und ignorierte meine Mailbox und mein Telefon.» Als ihn wenige Wochen später die Schweizer Fans mit englischen Gesängen provozierten, habe er gelächelt. «Da wussten sie, dass ich über dem stehe und haben es gelassen.
» Martin Mühlegg
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